Das It-Piece der kommenden Monate

Das It-Piece der kommenden Monate

„Seinen Humor sollte man in der Krise nicht verlieren“, sagt Rieke Common, Geschäftsführerin Maison Common. Das Label fertigt farbenfrohe und verspielte Masken, die auf die aktuelle Kollektion abgestimmt sind.

„Seinen Humor sollte man in der Krise nicht verlieren“, sagt Rieke Common, Geschäftsführerin Maison Common. Das Label fertigt farbenfrohe und verspielte Masken, die auf die aktuelle Kollektion abgestimmt sind.

Auffällige Muster, Strass-Applikationen, individuelle Aufnäher, Statement-Slogans – die Kreativen stellen das modische Potenzial von Mund-Nase Masken unter Beweis. Das Angebot etwa von Odeeh, Liv Bergen, Haily's oder Maison Common ist vielseitig. So wird die textile Barriere zum neuen Accessoire.

Bunte Prints und Graphics statt grünem OP-Mundschutz. Mund-Nase-Masken sind zu einem alltäglichen Begleiter geworden, entsprechend ist die Nachfrage gestiegen. Und zwar nicht nur nach schlichten, sondern insbesondere nach modischen Modellen. „Medizinische Produkte assoziieren wir mit Krankheit und Abgrenzung“, sagt die Designerin Christiane Wegner. Mit auffällg gemusterten Masken würden sich die Konsumenten hingegen „individueller gekleidet“ fühlen. Der Anspruch vieler Anbieter von Premium bis Mainstream: Masken sollen den persönlichen Stil unterstreichen, ein Bestandteil des Outfits werden.

Hingucker Maske. Armargentum setzt auf Nieten-Applikationen, Laurèl auf dezenten Strass-Besatz in L-Form, Gabriele Frantzen auf auffällige Pins. Die größte Gestaltungsfreiheit bieten jedoch Muster. Bei den meist sehr farbenfrohen Entwürfen reicht die Palette von Zirkus-Motiven bis hin zu Animal- oder Sneaker-Prints. Marcell von Berlin glaubt an verfremdetes Camouflage, Haily's an Paisley. Die Unisex-Modelle von Drykorn zeigen Zeichnungen von Frauenköpfen oder ein stilisiertes Zebra-Muster, während Nova ein Fallschirmspringer-Icon sowohl für Damen als auch für Herren interpretiert. Für Männer wird es großflächig auf die Maske gebracht, auf der femininen Version fliegt es zwischen den Samen von Pusteblumen. Nicht wegzudenken sind zudem florale Dessins sowie klassische Prints wie Streifen oder Punkte in den verschiedensten Ausführungen, zu sehen etwa bei Maison Common und Odeeh.

Modische Masken: Neues It-Piece?


Ein Mundschutz verdecken das halbe Gesicht, die Stimme wird von dem Stoff gedämpft. Für klare Botschaften trotz eingeschränkter Kommunikation und Mimik sollen Statement-Masken sorgen. „I warmly smile under this mask“ heißt es zum Beispiel auf einem Modell von Armedangels. Mit „I wear that mask for you“ greifen die Kölner den Solidaritätsgedanken auf, der bei vielen Anbietern eine wichtige Rolle spielt. Der Appell des Streetwear-Labels Phyne lautet „Protect what you love“, während Bloom zum „Social Distancing“ aufruft. Von Jungfeld verziert Masken mit filigranen Stickereien: Neben einer kleinen Biene findet sich der Schriftzug „Bee save“.
Ein anderer Ansatz bei Einstein Newton. Das Label spielt auf seinen Masken ironische Wordings wie beispielsweise „Jetlag“ und „Offline“. Bei Mac ist neben dem Aufdruck „#kiss you“ ein kleiner Kussmund abgebildet. "Do not Enter" prangt hingegen in Großbuchstaben auf einem Modell von Sprayground.

Eine Gesichtsschutz passend zum Outfit. Viele Kreative verwenden für ihre Masken Stoffe aus den aktuellen Kollektionenen – nicht zuletzt aus praktischen Gründen. Schließlich liegt das Material bereits auf Lager. Zum Einsatz kommen für simple Behelfsmasken vor allem Baumwolle, außerdem Baumwoll-Mischungen, Tencel oder Seide. Auf den Total Look setzt etwa die Designerin Sophia Schneider-Esleben. Ihre Kleidung und Behelfsmasken sind mit Aquarell-Drucken verziert. Das Accessoire-Label BeWooden setzt hingegen auf harmonische Details und zeigt eine Mund-Nase-Maske mit dem gleichen Dessin wie eine Fliege aus Holz. Bei DillySocks werden die Masken hingegen auf die gemusterten Strümpfe abgestimmt. Von Kopf bis Fuß oder durch wiederkehrende Elemente – die Masken runden den Look ab.
Lyst-Ranking der begehrtesten Modemarken
Ein starker Aufsteiger und Schutzmasken machen das Rennen
Die Kundenbindung an große Marken bleibt weiterhin stark, zeigt das Ranking der Mode-Suchmaschine Lyst, die regelmäßig die begehrtesten Modemarken definiert. In diesem Quartal: Ein unangefochtener Spitzenreiter, ein Aufsteiger aus der Sportbranche und Anbieter von Schutzmasken, die zu den eindeutigen Gewinnern zählen.

Individuell gestalten können Kunden ihre Behelfsmasken bei Frozen Hibiscus: Basic-Modelle werden nach Wunsch mit Patches verziert. Einzelanfertigungen bietet auch Talbot Runhof. Das Münchner Label schneidert Masken passend zu den Outfits seiner Kundinnen. Als Vorlage dient ein eingeschicktes Foto. About You setzt hingegen auf exklusive Kooperationen: Für die neue Shop-Kategorie rund um Behelfsmasken holt der Online-Anbieter etwa den Modemacher Guido Maria Kretschmer sowie den Influencer Riccardo Simonetti als Gast-Designer mit ins Boot.

Haben Masken das Zeug zu neuen Accessoires? „Wieso nicht?“, fragt Sophia Schneider-Esleben. „Dauerhaft werden wir die Masken sicher nicht tragen. Aber ich denke, sie werden das It-Piece der kommenden Monate“, so die Designerin. Sie ist sicher: „Die Optik der Masken ist für die Verbraucher auch in diesen schwierigen Zeiten enorm wichtig.“

Quelle: von Maison Common, vom 05.05.2020 https://www.textilwirtschaft.de/
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